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Es wird Zeit, den Garten aufzuräumen …

… denn das neue Gartenjahr steht vor der Tür. Der Garten trocknet auch langsam, sodass ich wieder ohne groß auszurutschen an die Beete komme. Die kommenden Tage wird erstmal das “Alte” vom letzten Jahr entfernt. Die Insekten und anderes Kleingetier brauchen hoffentlich nicht mehr so viele Verstecke. Ich muss jetzt anfangen, die Beete sauberzumachen und zurückzuschneiden, was zurückgeschnitten werden muss. Unten der Überblick vor Beginn der Arbeiten.

Heute sind die Chilis in die Vorzuchtplatte gekommen. Neun Sorten und jeweils 6 Töpfchen. Freunde und Nachbarn haben sich schon angemeldet, weil wir regelmäßig zu viele haben. Mein Mann kümmert sich um Chilis und Tomaten, während ich mich um den Rest bemühe.

Da immer wieder einmal gefragt wird, welche Platten ich verwende: Früher hatte ich kleine Platten, auch aus Kunststoff, die aber nach kurzer Zeit kaputtgingen. Die Platte auf dem Bild oben habe ich nun schon seit mehreren Jahren und sie hält durch und wird im Winter draußen gelagert. Ist also von guter Qualität. Ich habe noch zwei solche Platten bestellt und verlinke sie nachstehend. Es gibt eine Reihe an Gartenshops, die sie verkaufen, nur unter diesem Link sieht man auch Bewertungen.

So ganz weiß ich noch nicht, wo und wie ich draußen anfange. Es wird hier Aktualisierungen geben 🙂

Quickpot Platte für 54 Pflanzen
Quickpot Platte für 54 Pflanzen mit Haube

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Was kann man im März aussäen?

Allgemeine Hinweise

Diese Listen sind über die Jahre zusammengekommen. Hier und da sind sie unvollständig und enthalten allgemeine Daten. Nach und nach werden sie mit Links zu Details ergänzt und wie ich selbst eventuell etwas anders mache. Zum Beispiel halte ich mich nie an die Pflanzabstände.


Kopfsalat / Pflücksalat / Batavia
Aussaat: Vorkultur oder Direktsaat (geschützt)
Pflanzabstand: 30 cm x 30 cm
Hinweise: Ideal für Pflanzung ab April ins Beet oder Frühbeet.
Ernte: Mai bis Juni
Mischkultur-Tipp: Gut mit Radieschen, Möhren, Kohlrabi.

Radieschen
Aussaat: Direktsaat
Pflanzabstand: 15 cm x 4 cm
Hinweise: Erste Direktsaat ins Frühbeet oder unter Vlies.
Ernte: Ab April (3–6 Wochen)
Mischkultur-Tipp: Gut mit Salat, Möhren, Spinat.

Karotten (Frühsorten)
Aussaat: Direktsaat
Pflanzabstand: 25 cm x 3 cm
Hinweise: Feines Saatbett, keimen langsam – feucht halten!
Ernte: Juni bis Juli
Mischkultur-Tipp: Gut mit Zwiebeln (gegen Möhrenfliege).

Spinat
Aussaat: Direktsaat
Pflanzabstand: 20 cm x 5 cm
Hinweise: Robuste Sorte wählen, schießt schnell bei Hitze.
Ernte: April bis Mai
Mischkultur-Tipp: Gut mit Radieschen, Salat, Erdbeeren.

Petersilie
Aussaat: Direktsaat oder Vorkultur
Pflanzabstand: 25 cm x 5 cm
Hinweise: Keimt langsam, Lichtkeimer – feucht halten.
Ernte: Ab Mai
Mischkultur-Tipp: Gut mit Tomaten, Schnittlauch; meiden: Salat.

Zwiebeln (aus Samen)
Aussaat: Direktsaat oder Vorkultur
Pflanzabstand: 25 cm x 10 cm
Hinweise: Aussaat für spätere Steckzwiebelgröße oder direkte Ernte.
Ernte: Juli bis August
Mischkultur-Tipp: Gut mit Möhren, Salat.

Lauch (Sommer- und Herbstsorten)
Aussaat: Vorkultur
Pflanzabstand: 30 cm x 10 cm
Hinweise: Pflanzung ab Mai ins Beet
Ernte: Juli bis November
Mischkultur-Tipp: Gut mit Möhren, Sellerie.

Erbsen (Mark- und Zuckererbsen)
Aussaat: Direktsaat
Pflanzabstand: 40 cm x 5 cm
Hinweise: Frosthart – ab März ins Beet möglich.
Ernte: Juni bis Juli
Mischkultur-Tipp: Gut mit Möhren, Radieschen; meiden: Zwiebeln.

Dicke Bohnen (Ackerbohnen)
Aussaat: Direktsaat
Pflanzabstand: 40 cm x 10 cm
Hinweise: Sehr kältetolerant, früher Anbau vorteilhaft.
Ernte: Juni bis Juli
Mischkultur-Tipp: Gut mit Salat, Kohlrabi; meiden: Knoblauch, Zwiebeln.

Frühkohlrabi
Aussaat: Vorkultur oder geschützte Direktsaat
Pflanzabstand: 30 cm x 30 cm
Hinweise: Ab März ins Frühbeet oder unter Vlies pflanzbar.
Ernte: Mai bis Juni
Mischkultur-Tipp: Gut mit Salat, Radieschen, Spinat.

Mangold (bunte Sorten)
Aussaat: Direktsaat oder Vorkultur
Pflanzabstand: 30 cm x 30 cm
Hinweise: Robuste Pflanze, kann auch später gesät werden.
Ernte: Ab Juni, über Monate
Mischkultur-Tipp: Gut mit Bohnen, Kohlrabi.

Kresse
Aussaat: Fensterbank, Frühbeet
Pflanzabstand: Breitwürfig
Hinweise: Schnellkeimer, ideal für frühe Ernte.
Ernte: 1–2 Wochen nach Aussaat
Mischkultur-Tipp: Eignet sich gut als Lückenfüller.

März ist der Startschuss für die erste große Aussaatwelle – draußen wie drinnen kommt jetzt Leben ins Beet.

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Was kann man im Februar aussäen?

Allgemeine Hinweise

Diese Listen sind über die Jahre zusammengekommen. Hier und da sind sie unvollständig und enthalten allgemeine Daten. Nach und nach werden sie mit Links zu Details ergänzt und wie ich selbst eventuell etwas anders mache. Zum Beispiel halte ich mich nie an die Pflanzabstände.


Zwiebeln (Aussaatkultur)
Aussaat: Vorkultur im Haus oder Gewächshaus
Pflanzabstand: 25 cm x 10 cm
Hinweise: Früh aussäen für kräftige Jungpflanzen im April.
Ernte: Juli bis August
Mischkultur-Tipp: Gut mit Möhren, Salat; meiden: Bohnen.

Lauch / Porree (Frühsorten)
Aussaat: Vorkultur im Haus
Pflanzabstand: 30 cm x 10 cm
Hinweise: Vorkultur ab Februar für Auspflanzung ab April.
Ernte: Juli bis Oktober (je nach Sorte)
Mischkultur-Tipp: Gut mit Möhren, Sellerie.

Frühkohlrabi
Aussaat: Vorkultur
Pflanzabstand: 30 cm x 30 cm
Hinweise: Nur für Pflanzung unter Vlies oder ins Frühbeet geeignet.
Ernte: Mai bis Juni
Mischkultur-Tipp: Gut mit Salat, Radieschen.

Kopfsalat / Pflücksalat (Frühsorten)
Aussaat: Vorkultur
Pflanzabstand: 30 cm x 30 cm
Hinweise: Für Pflanzung ins Frühbeet oder geschütztes Beet im März.
Ernte: April bis Juni
Mischkultur-Tipp: Gut mit Kohlrabi, Möhren, Erdbeeren.

Frühkarotten
Aussaat: Frühbeet oder Folientunnel
Pflanzabstand: 25 cm x 3 cm
Hinweise: Langsam wachsend, brauchen Schutz vor Frost.
Ernte: Mai bis Juni
Mischkultur-Tipp: Sehr gut mit Zwiebeln gegen Möhrenfliege.

Petersilie (Vorkultur)
Aussaat: Fensterbank oder Frühbeet
Pflanzabstand: 25 cm x 5 cm
Hinweise: Lichtkeimer; Keimdauer bis 4 Wochen.
Ernte: Ab Mai
Mischkultur-Tipp: Gut mit Schnittlauch, Tomaten; meiden: Salat.

Schnittlauch (Topf oder Beet)
Aussaat: Fensterbank oder Frühbeet
Pflanzabstand: Topfkultur oder 25 cm im Beet
Hinweise: Kälteresistent, aber langsamer Start.
Ernte: Ab Frühjahr
Mischkultur-Tipp: Gut mit Möhren, Petersilie.

Kresse
Aussaat: Fensterbank
Pflanzabstand: Breitwürfig
Hinweise: Ganzjährig möglich, schneller Erfolg.
Ernte: Nach 7–14 Tagen
Mischkultur-Tipp: Idealer Lückenfüller.

Februar ist ideal für die ersten Vorkulturen im Haus, vor allem für robuste Gemüsesorten mit langer Entwicklungszeit.

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Was kann man im Januar aussäen?

Allgemeine Hinweise

Diese Listen sind über die Jahre zusammengekommen. Hier und da sind sie unvollständig und enthalten allgemeine Daten. Nach und nach werden sie mit Links zu Details ergänzt und wie ich selbst eventuell etwas anders mache. Zum Beispiel halte ich mich nie an die Pflanzabstände.


Feldsalat (geschützt)
Aussaat: Gewächshaus oder Frühbeet
Pflanzabstand: 15 cm x 2–3 cm
Hinweise: Nur unter Glas oder Folie; langsames Wachstum.
Ernte: März bis April
Mischkultur-Tipp: Gut mit Spinat, Postelein, Lauch.

Winterportulak (Postelein)
Aussaat: Gewächshaus oder Frühbeet
Pflanzabstand: 10–15 cm x 2–3 cm
Hinweise: Sehr kältetolerant, wächst auch im Winter langsam weiter.
Ernte: Februar bis März
Mischkultur-Tipp: Gut mit Feldsalat, Spinat.

Frühkarotten (für Gewächshaus)
Aussaat: Im unbeheizten Gewächshaus
Pflanzabstand: 25 cm x 3 cm
Hinweise: Nur bei Frostschutz, Ernte ab Mai möglich.
Ernte: Mai bis Juni
Mischkultur-Tipp: Gut mit Salat, Zwiebeln.

Kresse
Aussaat: Fensterbank oder Indoor
Pflanzabstand: Breitwürfig
Hinweise: Ganzjährig auf feuchtem Papier oder Erde anbaubar.
Ernte: Nach 7–14 Tagen
Mischkultur-Tipp: Keine klassische Beetkultur, ideal als Zwischensaat.

Schnittlauch (zur Vorkultur)
Aussaat: Topf auf der Fensterbank
Pflanzabstand: Topfkultur
Hinweise: Keimt langsam, liebt Licht und gleichmäßige Feuchte.
Ernte: Ab Frühling im Beet
Mischkultur-Tipp: Gut mit Möhren, Petersilie, Salat.

Petersilie (zur Vorkultur)
Aussaat: Fensterbank oder Frühbeet
Pflanzabstand: 25 cm x 5 cm
Hinweise: Keimt langsam (bis 4 Wochen), Lichtkeimer.
Ernte: Ab Mai (im Beet)
Mischkultur-Tipp: Gut mit Tomaten, Schnittlauch; meiden: Salat.

Zwiebeln (Vorkultur für Steckzwiebel-Alternative)
Aussaat: Indoor oder geschützter Anbau
Pflanzabstand: 25 cm x 10 cm
Hinweise: Lange Vorkulturzeit, später ins Beet verpflanzen.
Ernte: Sommer
Mischkultur-Tipp: Gut mit Möhren, Salat.

Im Januar beginnt man in der Regel mit Aussaaten auf der Fensterbank oder im geschützten Frühbeet.

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Die Malve (Malva Sylvestris)

Die Malve, wissenschaftlich bekannt als Malva sylvestris, ist eine Pflanze mit einer reichen Geschichte und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Diese wunderschöne Blume mit ihren leuchtend violetten bis rosa Blüten ziert nicht nur Gärten, sondern hat auch eine bedeutende Rolle in der traditionellen Medizin gespielt. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die Eigenschaften, die Anwendung und die gesundheitlichen Vorteile dieser bemerkenswerten Pflanze.

Herkunft und Erscheinungsbild

Die Malve, auch bekannt als Wilde Malve oder Käsepappel, gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Ursprünglich in Europa, Nordafrika und Asien beheimatet, hat sie sich mittlerweile weltweit verbreitet. Die Pflanze kann bis zu 1,5 Meter hoch werden und zeichnet sich durch ihre großen, herzförmigen Blätter und prächtigen Blüten aus, die von Mai bis Oktober blühen.

Historische Bedeutung

Die Malve hat eine lange Geschichte in der Heilkunde. Schon in der Antike wussten die Griechen und Römer ihre heilenden Eigenschaften zu schätzen. Hippokrates, der Vater der modernen Medizin, empfahl die Malve zur Behandlung von Wunden und entzündlichen Erkrankungen. Auch in der mittelalterlichen Klostermedizin fand die Pflanze breite Anwendung.

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Vorteile

Die Blüten und Blätter der Malve sind reich an Schleimstoffen, Flavonoiden, Gerbstoffen und ätherischen Ölen. Diese Inhaltsstoffe verleihen der Pflanze ihre heilenden Eigenschaften. Hier sind einige der wichtigsten gesundheitlichen Vorteile der Malve:

  1. Linderung bei Husten und Erkältungen: Die Schleimstoffe in der Malve wirken reizlindernd und beruhigend auf die Schleimhäute, was besonders bei trockenem Husten und Halsschmerzen wohltuend ist. Malventee ist ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungen.
  2. Unterstützung der Verdauung: Malvenextrakte können bei Magen-Darm-Beschwerden helfen, da die Schleimstoffe die Magen- und Darmschleimhaut schützen und entzündungshemmend wirken.
  3. Hautpflege: Dank ihrer entzündungshemmenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften wird die Malve in Salben und Cremes zur Behandlung von Hautirritationen, Ekzemen und leichten Verbrennungen verwendet.
  4. Förderung der Wundheilung: Die antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Malve tragen zur schnelleren Heilung von Wunden und Hautverletzungen bei.

Anwendungsmöglichkeiten

Die Malve kann auf verschiedene Weisen genutzt werden:

  • Tee: Ein Aufguss aus getrockneten Malvenblättern und -blüten ist ein wohltuendes Getränk bei Erkältungssymptomen und Magenbeschwerden.
  • Salben und Cremes: Malvenextrakte finden sich in vielen Hautpflegeprodukten, die zur Behandlung von Hautproblemen eingesetzt werden.
  • Gargeln: Ein Malvenaufguss eignet sich hervorragend zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mundraum.
  • Bäder: Ein Malvenbad kann bei Hautreizungen und zur allgemeinen Entspannung beitragen.

Kultivierung im eigenen Garten

Die Malve ist nicht nur nützlich, sondern auch relativ pflegeleicht und dekorativ. Sie bevorzugt sonnige Standorte und gut durchlässigen Boden. Die Aussaat erfolgt idealerweise im Frühjahr, und schon im ersten Jahr kann man sich an den schönen Blüten erfreuen.

Fazit

Die Malve (Malva sylvestris) ist eine beeindruckende Pflanze, die sowohl in der Naturheilkunde als auch in der modernen Medizin ihren Platz gefunden hat. Ihre vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten und gesundheitlichen Vorteile machen sie zu einer wertvollen Ergänzung für jeden Kräutergarten. Ob als Tee, Salbe oder Badezusatz – die Malve bietet natürliche Unterstützung für Gesundheit und Wohlbefinden.

Disclaimer/Haftungsausschluss: Dieser Blogbeitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie immer einen Arzt.

Image by Jose Antonio Alba from Pixabay

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Aussaatliste 2024

Dieses Jahr ist alles irgendwie zu spät dran. Die Tomaten wollen nicht so recht wachsen und vor lauter unerwünschtes Wachstum entfernen (habe letztes Jahr da sehr wenig gemacht) sind die Aussaaten spät dran. Na gut: ich habe die ausgesät, auf deren Packung steht “Ende Mai und Juni”.

Ich habe vor ca. 14 Tagen Karotten und Radieschen in einen Mörteleimer gesät und mein Mann hat vor längerem Tomaten, Chilis und das Saatgut aus dem Adventskalender vorgezogen. Viele Chilis und Tomaten durften auch schon zu Freunden umziehen. Im Frühbeet sind zwei Gurken aus dem Adventskalender und endlich zeigen sie etwas Wachstum. Ansonsten stehen dort auch noch Töpfchen mit Bohnen, Kürbis, Zucchini zum Vorziehen, aber noch sind trotz Frühbeet die nächtlichen Temperaturen zu niedrig. Nun denn endlich die Liste mit Datum 😀

02.06.2024

Saatplatte

In verschiedenen Chilitöpfen, in denen noch Platz war

Im vorderen schmalen Beet, wo die Himbeeren sind

Image by ally j from Pixabay

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137 – Schlehen

Am besten eignen sich die Schlehen zum Einmachen, wenn sie schon einige Nachtfröste bekommen haben. Dieselben werden gut verlesen und mit Wasser aufs Feuere gesetzt. Hier lässt man sie durch und durch heiß werden und thut sie auf ein Sieb. Alsdann kocht man auf 1 kg Schlehen 1/3 kg Zucker in 1/3 l gutem Bieressig auf, schäumt fleißig ab und thut die Schlehen nebst einigen Zimmetstücken und etwas Gewürznelken hinein und lässt sie langsam bis zum Kochen kommen. Alsdann hebt man sie wieder heraus, thut sie in Einmachgläser, kocht den Saft dicklich ein und gießt ihn erkaltet über die Früchte. Nach einer Woche gießt man den Saft nochmals ab, kocht ihn ein und gießt ihn wieder kalt über die Schlehen.

(David Brocke Herzogl. Koch in Ballenstedt – Das Einmachen und Konservieren der Früchte und Gemüse)

Image by Pavlo from Pixabay

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33 – Ganze Äpfel

Hierzu sind die Borsdorfer, Grafensteiner, Renetten und Goldparmänen am besten. Man schält die Äpfel recht glatt, bohrt vorsichtig, damit sie nicht platzen, das Kernhaus heraus und legt sie sofort in leicht mit Zitronensaft gesäuertes Wasser, damit sie weiß bleiben. Hat man 2 Pfd. Äpfel geschält, die ein breites Glas füllen, so nimmt man sie aus dem Wasser, legt sie nebeneinander in ein flaches, breites Kochgeschirr, gibt 250 g Zucker und so viel halb Weißwein und halb Wasser darüber, oder nur Wasser, dass die Früchte kaum davon bedeckt sind, lässt sie langsam fast weich dämpfen, legt sie nach dem Verkühlen vorsichtig in die Gläser oder Blechbüchsen und gießt den durch ein feines Sieb oder Tuch gegossenen eingekochten Saft darüber. Sollte der Saft nicht ausreichen, so ergänzt man das Fehlende mit Zuckerlösung. Die so gefüllten Gläser werden nach Nr. 7 luftdicht verschlossen und im Wasserbad 15 Minuten gekocht. Im Apparat 15 Minuten bei 80 Grad. Sie sind als Kompott oder zu Süßspeisen zu verwenden.

Image by Дарья Яковлева from Pixabay

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38 – Rheinisches Apfelkraut

Zu gutem rheinischen Apfelkraut werden nur Äpfel verwendet, und nur im Notfall – also wenn die Äpfel zu sauer sind – wird etwas Zucker zugesetzt.
Möglichst süße Äpfel werden von Stiel und Blüte befreit, dabei auch etwaige Flecke oder schlechte Stellen weggeschnitten, ungeschält und mit den Kerngehäusen in Viertel oder Achtel geschnitten, und nur mit so viel kaltem Wasser aufs Feuer gesetzt, dass sie nicht anbrennen. Unter öfterem Umrühren werden sie zugedeckt ganz weich gekocht, ohne dass sie zu Mus zerfallen, dann auf der Obstpresse oder auf sehr sauber gebrühtes Sackleinen geschüttet, trocken ausgepresst, wobei man nicht zu viel auf einmal nimmt. Dieser ausgepresste ungeklärte Saft wird sofort und schnell so kurz eingekocht, bis er Faden zieht, was 40-60 Minuten dauert. Diese Fadenprobe stellt man am besten auf folgende Weise fest: Man lässt 1/2 Teelöffel voll von dem eingedickten Saft in dem Löffel etwas abkühlen und gießt ihn dann in ein mit kaltem Wasser gefülltes Glas.

Wenn der Saft in dem Wasser sich nicht auflöst, sondern sirupartig in Streifen oder Fäden auf den Boden des Glases sinkt, so ist das Kraut fertig. Als Geschmack kann 1 Stück Vanille in dem Saft mitgekocht werden, das zuletzt entfernt wird. Beim Einkochen muss zuletzt ständig gerührt werden. Bei langsamen Einkochen wird das Kraut trübe und weniger schmackhaft. Es wird in trockenen Steintöpfen  oder Fässern aufbewahrt. 1/2 Zentner Äpfel ergeben 6 Pfd. Kraut. Es schmeckt auf Semmel oder Brot gestrichen sehr gut, ist gesund und hält sich jahrelang.

Image by Дарья Яковлева from Pixabay

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Warum isst jemand nicht das, wo es am wertvollsten ist und benutzt das andere als Mulch daran?

Diese Frage bezieht sich auf folgendes Video und wurde mir in einem sozialen Netzwerk gestellt.

Hier meine Antwort darauf, denn ich denke, sie kann für einige meiner Leser interessant sein:

Es gibt Länder, in denen die Stiele und Blätter von Kürbissen tatsächlich zu den ganz normalen Nahrungsmitteln gehören. Man kann sie getrocknet kaufen. In Süditalien werden z.B. die “Teneroni” (weiter südlich Tenerumi) gekocht, das sind die seitlichen Ausläufer mit Blättern von Kürbispflanzen. Und: es schmeckt. Nur weil wir es hier nicht kennen, heißt es nicht, dass es nur zum Mulchen gut ist. Ich schaue oft auf andere Länder, um herauszufinden, was sie denn so essen und probiere es aus. Wenn es gut ist, dann kommt es mit in meine Rezepteliste, wobei ich das Rezept meist an meine Küche anpasse. Man muss es ja nicht annehmen. Es könnte allerdings ein Moment kommen, in dem es durchaus wichtig sein könnte, zu wissen, was alles möglich ist.