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Sauerteig selber machen

Später führe ich das hier noch aus und füge Bilder ein:

Immer gut mit einem Tuch oder nicht festgeschraubten Deckel abdecken

  • Tag 1: 1 Espressotasse Wasser + 1 Espressotasse Mehl gut vermischen
  • Tag 2: 1 Espressotasse Wasser + 1 Espressotasse Mehl hinzufügen und gut vermischen
  • Tag 3: 2 Espressotassen Wasser + 2 Espressotassen Mehl hinzufügen und gut vermischen
  • Tag 4: 4 Espressotassen Wasser + 4 Espressotassen Mehl hinzufügen und gut vermischen
  • Tag 5: 1 Kaffeetasse Wasser + 1 Kaffeetasse Mehl hinzufügen und gut vermischen

Zum Umrühren bitte einen Holzlöffel verwenden, denn Edelstahl oder ähnliches kann den Gärprozess negativ beeinflussen.

Eigentlich müsste er jetzt schon blubbern und säuerlich riechen. Manchmal dauert das, je nach Temperatur, auch länger oder geht schneller. Man kann die Fermentierung mit etwas Honig oder Zucker anregen. Also am 2. oder 3. Tag würde ich dann 1 EL Honig oder Zucker mit dazu geben.
Wenn er zu schnell gärt, dann bildet sich eine säuerlich riechende Flüssigkeitsschicht auf der Oberfläche: man muss dann mehr “füttern”, also etwas mehr Wasser und Mehl dazu geben.

Man kann alle möglichen Mehlsorten verwenden: Weizen, Roggen, Dinkel usw.

Bitte darauf achten, dass kein Chlor im Wasser ist, das verhindert die Gärung: Die Zeit, die benötigt wird, damit Chlor aus gechlortem Wasser verfliegt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Menge des zugesetzten Chlors, der Temperatur des Wassers und der Belüftung des Behälters. Im Allgemeinen dauert es jedoch etwa 24 Stunden, bis das Chlor aus dem Wasser verdunstet ist. Durch das Stehenlassen des Wassers an einem gut belüfteten Ort kann der Prozess beschleunigt werden. Es ist wichtig zu beachten, dass die Chlorabbaugeschwindigkeit auch von anderen Faktoren wie der Sonneneinstrahlung und der Art des Chlorierungsmittels abhängen kann. Wenn das Wasser für den menschlichen Verzehr oder für empfindliche Anwendungen wie die Aquaristik verwendet wird, ist es ratsam, Testkits zu verwenden, um sicherzustellen, dass das Chlor vollständig aus dem Wasser entfernt wurde, bevor es verwendet wird.

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Aus Rüben und Mehl Brot backen

Früher wurde das gemacht:
Herr Strandberg bedient sich dazu frischer, nicht schwammiger Kohlrüben, die gewaschen, gereinigt, geschält, hierauf mit wenigem Wasser gekocht, dann aber zu Muß zerstampft werden. Nun werden gleiche Teile dieses Rübenmußes und Roggen, Gerste oder Hafermehl mit siedend heißem Wasser wohl untereinander geknetet, der Teig mit einem Zusatz von Sauerteig in Gärung gesetzt, zum Aufgehen gebracht, hierauf aber mit etwas Mehl angeknetet und in dem Ofen ausgebacken. Dieses Brot soll angenehm von Geschmack sein und ohne Verderbnis sich ein volles Jahr lang aufbewahren lassen.

Aus: Die Ausbeute der Natur, oder praktische Anweisung, die Naturkräfte aufs Leben anzuwenden zum reichsten Segen für Jedermann, ganz besonders in Zeiten der Noth (1854)

Zusatz:
Es kam die Nachfrage, was es denn für Rüben wären. Zu jener Zeit wurden Steckrüben und Futterrüben als ganz normale Lebensmittel betrachtet. Es dürfte sich höchstwahrscheinlich um diese handeln.

Image by Ina Lübeck-Hertel from Pixabay

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Warum isst jemand nicht das, wo es am wertvollsten ist und benutzt das andere als Mulch daran?

Diese Frage bezieht sich auf folgendes Video und wurde mir in einem sozialen Netzwerk gestellt.

Hier meine Antwort darauf, denn ich denke, sie kann für einige meiner Leser interessant sein:

Es gibt Länder, in denen die Stiele und Blätter von Kürbissen tatsächlich zu den ganz normalen Nahrungsmitteln gehören. Man kann sie getrocknet kaufen. In Süditalien werden z.B. die “Teneroni” (weiter südlich Tenerumi) gekocht, das sind die seitlichen Ausläufer mit Blättern von Kürbispflanzen. Und: es schmeckt. Nur weil wir es hier nicht kennen, heißt es nicht, dass es nur zum Mulchen gut ist. Ich schaue oft auf andere Länder, um herauszufinden, was sie denn so essen und probiere es aus. Wenn es gut ist, dann kommt es mit in meine Rezepteliste, wobei ich das Rezept meist an meine Küche anpasse. Man muss es ja nicht annehmen. Es könnte allerdings ein Moment kommen, in dem es durchaus wichtig sein könnte, zu wissen, was alles möglich ist.