Tag: Garten
Es wird Zeit, den Garten aufzuräumen …

… denn das neue Gartenjahr steht vor der Tür. Der Garten trocknet auch langsam, sodass ich wieder ohne groß auszurutschen an die Beete komme. Die kommenden Tage wird erstmal das “Alte” vom letzten Jahr entfernt. Die Insekten und anderes Kleingetier brauchen hoffentlich nicht mehr so viele Verstecke. Ich muss jetzt anfangen, die Beete sauberzumachen und zurückzuschneiden, was zurückgeschnitten werden muss. Unten der Überblick vor Beginn der Arbeiten.
Heute sind die Chilis in die Vorzuchtplatte gekommen. Neun Sorten und jeweils 6 Töpfchen. Freunde und Nachbarn haben sich schon angemeldet, weil wir regelmäßig zu viele haben. Mein Mann kümmert sich um Chilis und Tomaten, während ich mich um den Rest bemühe.
Da immer wieder einmal gefragt wird, welche Platten ich verwende: Früher hatte ich kleine Platten, auch aus Kunststoff, die aber nach kurzer Zeit kaputtgingen. Die Platte auf dem Bild oben habe ich nun schon seit mehreren Jahren und sie hält durch und wird im Winter draußen gelagert. Ist also von guter Qualität. Ich habe noch zwei solche Platten bestellt und verlinke sie nachstehend. Es gibt eine Reihe an Gartenshops, die sie verkaufen, nur unter diesem Link sieht man auch Bewertungen.
So ganz weiß ich noch nicht, wo und wie ich draußen anfange. Es wird hier Aktualisierungen geben 🙂
Quickpot Platte für 54 Pflanzen
Quickpot Platte für 54 Pflanzen mit Haube
Die Malve (Malva Sylvestris)

Die Malve, wissenschaftlich bekannt als Malva sylvestris, ist eine Pflanze mit einer reichen Geschichte und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Diese wunderschöne Blume mit ihren leuchtend violetten bis rosa Blüten ziert nicht nur Gärten, sondern hat auch eine bedeutende Rolle in der traditionellen Medizin gespielt. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die Eigenschaften, die Anwendung und die gesundheitlichen Vorteile dieser bemerkenswerten Pflanze.
Herkunft und Erscheinungsbild
Die Malve, auch bekannt als Wilde Malve oder Käsepappel, gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Ursprünglich in Europa, Nordafrika und Asien beheimatet, hat sie sich mittlerweile weltweit verbreitet. Die Pflanze kann bis zu 1,5 Meter hoch werden und zeichnet sich durch ihre großen, herzförmigen Blätter und prächtigen Blüten aus, die von Mai bis Oktober blühen.
Historische Bedeutung
Die Malve hat eine lange Geschichte in der Heilkunde. Schon in der Antike wussten die Griechen und Römer ihre heilenden Eigenschaften zu schätzen. Hippokrates, der Vater der modernen Medizin, empfahl die Malve zur Behandlung von Wunden und entzündlichen Erkrankungen. Auch in der mittelalterlichen Klostermedizin fand die Pflanze breite Anwendung.
Inhaltsstoffe und gesundheitliche Vorteile
Die Blüten und Blätter der Malve sind reich an Schleimstoffen, Flavonoiden, Gerbstoffen und ätherischen Ölen. Diese Inhaltsstoffe verleihen der Pflanze ihre heilenden Eigenschaften. Hier sind einige der wichtigsten gesundheitlichen Vorteile der Malve:
- Linderung bei Husten und Erkältungen: Die Schleimstoffe in der Malve wirken reizlindernd und beruhigend auf die Schleimhäute, was besonders bei trockenem Husten und Halsschmerzen wohltuend ist. Malventee ist ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungen.
- Unterstützung der Verdauung: Malvenextrakte können bei Magen-Darm-Beschwerden helfen, da die Schleimstoffe die Magen- und Darmschleimhaut schützen und entzündungshemmend wirken.
- Hautpflege: Dank ihrer entzündungshemmenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften wird die Malve in Salben und Cremes zur Behandlung von Hautirritationen, Ekzemen und leichten Verbrennungen verwendet.
- Förderung der Wundheilung: Die antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Malve tragen zur schnelleren Heilung von Wunden und Hautverletzungen bei.
Anwendungsmöglichkeiten
Die Malve kann auf verschiedene Weisen genutzt werden:
- Tee: Ein Aufguss aus getrockneten Malvenblättern und -blüten ist ein wohltuendes Getränk bei Erkältungssymptomen und Magenbeschwerden.
- Salben und Cremes: Malvenextrakte finden sich in vielen Hautpflegeprodukten, die zur Behandlung von Hautproblemen eingesetzt werden.
- Gargeln: Ein Malvenaufguss eignet sich hervorragend zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mundraum.
- Bäder: Ein Malvenbad kann bei Hautreizungen und zur allgemeinen Entspannung beitragen.
Kultivierung im eigenen Garten
Die Malve ist nicht nur nützlich, sondern auch relativ pflegeleicht und dekorativ. Sie bevorzugt sonnige Standorte und gut durchlässigen Boden. Die Aussaat erfolgt idealerweise im Frühjahr, und schon im ersten Jahr kann man sich an den schönen Blüten erfreuen.
Fazit
Die Malve (Malva sylvestris) ist eine beeindruckende Pflanze, die sowohl in der Naturheilkunde als auch in der modernen Medizin ihren Platz gefunden hat. Ihre vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten und gesundheitlichen Vorteile machen sie zu einer wertvollen Ergänzung für jeden Kräutergarten. Ob als Tee, Salbe oder Badezusatz – die Malve bietet natürliche Unterstützung für Gesundheit und Wohlbefinden.
Disclaimer/Haftungsausschluss: Dieser Blogbeitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie immer einen Arzt.
Image by Jose Antonio Alba from Pixabay
Aussaatliste 2024

Dieses Jahr ist alles irgendwie zu spät dran. Die Tomaten wollen nicht so recht wachsen und vor lauter unerwünschtes Wachstum entfernen (habe letztes Jahr da sehr wenig gemacht) sind die Aussaaten spät dran. Na gut: ich habe die ausgesät, auf deren Packung steht “Ende Mai und Juni”.
Ich habe vor ca. 14 Tagen Karotten und Radieschen in einen Mörteleimer gesät und mein Mann hat vor längerem Tomaten, Chilis und das Saatgut aus dem Adventskalender vorgezogen. Viele Chilis und Tomaten durften auch schon zu Freunden umziehen. Im Frühbeet sind zwei Gurken aus dem Adventskalender und endlich zeigen sie etwas Wachstum. Ansonsten stehen dort auch noch Töpfchen mit Bohnen, Kürbis, Zucchini zum Vorziehen, aber noch sind trotz Frühbeet die nächtlichen Temperaturen zu niedrig. Nun denn endlich die Liste mit Datum 😀
02.06.2024
Saatplatte
- 40 – Steckrübe Wilhelmsburger
- 24/1 – Kohlrabi Superschmelz – 38, 16, 39, 24/5
- 24/2 – Pak Choi -46, 26, 6, 32, 28
- 24/3 – Spitzkohl – 35
- 24/4 – Markstammkohl – 24, 15, 41, 20, 33, 21, 19
- 24/5 – Romanesco
- 24/6 – Rote Beete – 26, 37, 48, 34,
- 24/7 – Beete bunt (2 R) – 24/10, 24/8, 24/9, 24/12, 24/11, 24/14, 24/12, 24/13
In verschiedenen Chilitöpfen, in denen noch Platz war
- 24/8, 24/9, 24/10, 24/11, 24/12, 24/13, 24/14 glatte Petersilie
Im vorderen schmalen Beet, wo die Himbeeren sind
- Stangenbohne Marmorierter Mond (Saatgut von Arche Noah)
137 – Schlehen

Am besten eignen sich die Schlehen zum Einmachen, wenn sie schon einige Nachtfröste bekommen haben. Dieselben werden gut verlesen und mit Wasser aufs Feuere gesetzt. Hier lässt man sie durch und durch heiß werden und thut sie auf ein Sieb. Alsdann kocht man auf 1 kg Schlehen 1/3 kg Zucker in 1/3 l gutem Bieressig auf, schäumt fleißig ab und thut die Schlehen nebst einigen Zimmetstücken und etwas Gewürznelken hinein und lässt sie langsam bis zum Kochen kommen. Alsdann hebt man sie wieder heraus, thut sie in Einmachgläser, kocht den Saft dicklich ein und gießt ihn erkaltet über die Früchte. Nach einer Woche gießt man den Saft nochmals ab, kocht ihn ein und gießt ihn wieder kalt über die Schlehen.
(David Brocke Herzogl. Koch in Ballenstedt – Das Einmachen und Konservieren der Früchte und Gemüse)
33 – Ganze Äpfel

Hierzu sind die Borsdorfer, Grafensteiner, Renetten und Goldparmänen am besten. Man schält die Äpfel recht glatt, bohrt vorsichtig, damit sie nicht platzen, das Kernhaus heraus und legt sie sofort in leicht mit Zitronensaft gesäuertes Wasser, damit sie weiß bleiben. Hat man 2 Pfd. Äpfel geschält, die ein breites Glas füllen, so nimmt man sie aus dem Wasser, legt sie nebeneinander in ein flaches, breites Kochgeschirr, gibt 250 g Zucker und so viel halb Weißwein und halb Wasser darüber, oder nur Wasser, dass die Früchte kaum davon bedeckt sind, lässt sie langsam fast weich dämpfen, legt sie nach dem Verkühlen vorsichtig in die Gläser oder Blechbüchsen und gießt den durch ein feines Sieb oder Tuch gegossenen eingekochten Saft darüber. Sollte der Saft nicht ausreichen, so ergänzt man das Fehlende mit Zuckerlösung. Die so gefüllten Gläser werden nach Nr. 7 luftdicht verschlossen und im Wasserbad 15 Minuten gekocht. Im Apparat 15 Minuten bei 80 Grad. Sie sind als Kompott oder zu Süßspeisen zu verwenden.
Image by Дарья Яковлева from Pixabay
38 – Rheinisches Apfelkraut

Zu gutem rheinischen Apfelkraut werden nur Äpfel verwendet, und nur im Notfall – also wenn die Äpfel zu sauer sind – wird etwas Zucker zugesetzt.
Möglichst süße Äpfel werden von Stiel und Blüte befreit, dabei auch etwaige Flecke oder schlechte Stellen weggeschnitten, ungeschält und mit den Kerngehäusen in Viertel oder Achtel geschnitten, und nur mit so viel kaltem Wasser aufs Feuer gesetzt, dass sie nicht anbrennen. Unter öfterem Umrühren werden sie zugedeckt ganz weich gekocht, ohne dass sie zu Mus zerfallen, dann auf der Obstpresse oder auf sehr sauber gebrühtes Sackleinen geschüttet, trocken ausgepresst, wobei man nicht zu viel auf einmal nimmt. Dieser ausgepresste ungeklärte Saft wird sofort und schnell so kurz eingekocht, bis er Faden zieht, was 40-60 Minuten dauert. Diese Fadenprobe stellt man am besten auf folgende Weise fest: Man lässt 1/2 Teelöffel voll von dem eingedickten Saft in dem Löffel etwas abkühlen und gießt ihn dann in ein mit kaltem Wasser gefülltes Glas.
Wenn der Saft in dem Wasser sich nicht auflöst, sondern sirupartig in Streifen oder Fäden auf den Boden des Glases sinkt, so ist das Kraut fertig. Als Geschmack kann 1 Stück Vanille in dem Saft mitgekocht werden, das zuletzt entfernt wird. Beim Einkochen muss zuletzt ständig gerührt werden. Bei langsamen Einkochen wird das Kraut trübe und weniger schmackhaft. Es wird in trockenen Steintöpfen oder Fässern aufbewahrt. 1/2 Zentner Äpfel ergeben 6 Pfd. Kraut. Es schmeckt auf Semmel oder Brot gestrichen sehr gut, ist gesund und hält sich jahrelang.
Image by Дарья Яковлева from Pixabay
Warum isst jemand nicht das, wo es am wertvollsten ist und benutzt das andere als Mulch daran?
Diese Frage bezieht sich auf folgendes Video und wurde mir in einem sozialen Netzwerk gestellt.
Hier meine Antwort darauf, denn ich denke, sie kann für einige meiner Leser interessant sein:
Es gibt Länder, in denen die Stiele und Blätter von Kürbissen tatsächlich zu den ganz normalen Nahrungsmitteln gehören. Man kann sie getrocknet kaufen. In Süditalien werden z.B. die “Teneroni” (weiter südlich Tenerumi) gekocht, das sind die seitlichen Ausläufer mit Blättern von Kürbispflanzen. Und: es schmeckt. Nur weil wir es hier nicht kennen, heißt es nicht, dass es nur zum Mulchen gut ist. Ich schaue oft auf andere Länder, um herauszufinden, was sie denn so essen und probiere es aus. Wenn es gut ist, dann kommt es mit in meine Rezepteliste, wobei ich das Rezept meist an meine Küche anpasse. Man muss es ja nicht annehmen. Es könnte allerdings ein Moment kommen, in dem es durchaus wichtig sein könnte, zu wissen, was alles möglich ist.
Bohnen 2022

2022 war ein wirklich schlimmes Jahr für Bohnen. Erst war es lange Zeit zu kalt. Dann waren sie endlich in der Erde und wir hatten eine sehr lange trockene und heiße Periode, die sie am Wachstum hinderte, auch wenn ich sie regelmäßig gegossen habe. Als sie dann endlich zu wachsen begannen, war es zu spät im Jahr und zu kalt für die Bienen. Ich mag Bohnen wirklich sehr. Hoffen wir auf ein besseres Jahr 2023.
Gemüse für den Winter

Wie so oft entsteht auch dieser Blog dank einer Frage in meiner eigenen Gruppe oder einer Gruppe, in der auch ich Mitglied bin. Hier auch gleich ein Bild von Mangold, den ich regelmäßig im Winter im Garten habe. Er wächst dann sehr langsam, aber er wächst.
Was kann man also im Winter in Töpfen auf dem Balkon oder im Beet noch anbauen bzw. ernten? Was kann man in der Wohnung anbauen?
Im Beet und auf Balkonien
Hier bei mir wächst seit Jahren regelmäßig Mangold und Grünkohl sowohl in Töpfen auf dem Balkon, als auch im Garten, die ich frostfreien Tagen ernte. In der Vergangenheit hatte ich auch schon Rosenkohl und Weißkohl. Auch die klappen, waren aber nicht unbedingt meine Lieblinge. Rote Beete kann man stehen lassen und auch Möhren (letztere wollen hier aber nicht so recht wachsen) und dann nach und nach ernten.
Wenn irgendwo Vogelmiere wächst, dann lasse ich sie dort und ernte sie regelmäßig. Im Quark oder ganz einfach kleingeschnitten auf dem Butterbrot finde ich sie toll. Sie wächst sogar unter dem Schnee weiter und liefert eine Menge Vitamine.
Postelein darf ich nicht vergessen. Er wird Ende September oder im Oktober ausgesät und ist eben nur im Winter da. Dieses Jahr werde ich einige Pflanzen in Blüte gehen lassen, dann sollte er im kommenden Jahr von alleine wieder wachsen.
Endivie, Feldsalat, Asiasalat und Pak Choi sind weitere “Herbst und Winterpflanzen”, die auch etwas Frost vertragen.
Dann gibt es Gemüse bzw. Salat, die man im September und Oktober aussähen kann, so dass man im folgenden Jahr frühe Ernten hat. In meinem Fall: Winterkopfsalat, Wintererbsen
Was mir da noch einfällt: Man kann relativ einfach Mini-Gewächshäuser “bauen”. Man nimmt einfach z.B. eine durchsichtige Kunststoffkiste oder einen durchsichtigen Eimer und stülpt sie über das zu schützende Gemüse.
In der Wohnung
In Schalen lasse ich Erbsengrün, Sonnenblumengrün und Kürbisgrün wachsen. Auch Kresse, Senf, Weizengras und Radieschen, die man günstig als “Sprossengrundlage” kaufen kann, säe ich hin und wieder aus. Allerdings werden sie bei mir meist größer als die sog. Microgreens. Gerade Erbsen sind günstig, denn wenn man eine Vergabelung stehen lässt wachsen sie nach dem Schneiden weiter und man kann von einer Aussaat mehrmals ernten.
Diese Seite muss noch wachsen
Diese Seite wird wohl immer wieder einmal aktualisiert. Ich habe jetzt nur schnell aufgeschrieben, was mir eingefallen ist – ohne großartige Struktur 🙂