Tomaten ganz einfach erklärt …

Noch ein Video zu den Tomaten von Erich Stekovics, der mir eines bestätigt: wir machen viel zuviel … Tomaten wollen einfach nur eines: wachsen 😀 Dieses Jahr werde ich versuchen ein paar Sachen anders zu machen. Ich habe Tomaten im Topf und das ist dann auch gut so. Letztes Jahr schon wollte ich sehr hohe Töpfe nehmen, hatte aber keine – nun dieses Jahr bastle ich mir wenigstens einen.

Was kann man so auf dem Balkon anbauen?

Ich möchte hier auf eine Frage auf Facebook anworten und gleichzeitig die Antworten aufzeichnen, um immer darauf zugreifen und sie vervollständigen zu können.

Salat kann man auch mit Katze, die gerne Gemüse bebrütet anbauen (das macht meine übrigens auch). Beim Salat einfach Stecken mit in den Topf, die unter dem Bauch der Katze kratzen … ich würde sagen, dass sie das nicht mag   ansonsten: Erbsen “als Salatgrün” funktioniert immer und überall, selbst im Winter auf dem Fensterbrett. Kartoffeln wäre auch interessant, weil man die, sobald sie geerntet ist, wieder neu anpflanzen kann und ev. auch drinnen wachsen könnte (braucht keine Bestäubung). Radieschen und runde Karotten gehen noch. Kapuzinerkresse sieht schön aus und schmeckt. Vogelmiere zwischendrin als Gründeckung hat ewig viel Vitamin C und breitet sich von allein wieder aus, wenn sie abgeerntet wurde.

Also nochmal:

  • Salat
  • Radieschen
  • Kugelkarotten
  • Kräuter
  • Erbsengrün für Salat
  • Kapuzinerkresse
  • Vogelmiere
  • Tomaten
  • Zucchini
  • Chilie

Letzte Aktualisierung: 01. Oktober 2018

Serviettenkloß nach Oma Hilde

Tina auf Facebook hat gerade nach typisch deutschem Weihnachtsessen gefragt. Meine Oma machte am ersten Weihnachtsfeiertag immer Gans und am zweiten einen Braten und meist kam zum Sauerbraten Serviettenkloß hinzu. Hier ihr Rezept:

Zutaten:

  • 4 trockene Semmeln (1 Semmel hat ca. 80 g frisch, also entsprechend mehr Brötchen nehmen)
  • 1/2 l Milch
  • 2-4 Eier
  • 1 Eßlöffel Salz
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 25 g Butter

Drei Semmeln werden in dünne Scheiben geschnitten, mit heißer Milch übergossen und zu Brei verrührt. Die vierte Semmel wird in kleine Würfel geschnitten und diese werden in Butter geröstet. Man mischt dann das Salz, die Muskatnuss, die gerösteten Würfel und die Eigelb in den Brei. Das Eiweiß wird zu Schnee geschlagen und dann untergehoben. Man nimmt dann eine Serviette (meine Oma hatte hierzu ein dünnes Baumwolltuch von ca. 70×70 cm. Die Serviette wird naß gemacht und ausgewrungen. Dann legt man sie mit den Ecken überhängend in eine Schüssel und gibt die Masse hinein. Man bindet dann das Tuch so zu, dass noch etwas Platz bleibt, damit der Kloß aufgehen kann. Man kocht ihn in einem großen Topf mit Salzwasser ca. 1 Stunde lang. Bevor man den Kloß in den Topf gibt, legt man einen alten Teller auf den Boden des Topfes, so dass der Kloß nicht anbrennen kann. Wenn er gekocht ist, wird er aus der Serviette gekommen und in Scheiben oder Tortenstückartig geschnitten. Und wenn etwas übrig bleibt: dann brät man die Kloßscheiben am nächsten Tag in der Pfanne … lecker :-)))

 

Foto von Manfred Richter auf Pixabay

Sauerteig selber machen

Sauerteig ansetzen:

Ca. 1 Espressotasse lauwarmes Wasser und 1 Espressotasse Mehl in ein kleines Glas mit Deckel geben und gut miteinander verrühren. Ein paar Klümpchen machen nichts, die werden von der Gärung aufgegessen. 1 Mal am Tag umrühren. Nach ein paar Tagen macht der Teig Bläschen … und da haben wir ihn … unseren Beginn vom Sauerteig. Die Gärung stoppt, wenn alles Mehl „aufgegessen“ ist und es bildet sich wieder eine Schicht Flüssigkeit, die sauer riecht. Es ist übrigens hier nicht so wichtig,

welches Mehl man wählt, denn es wird ja umgewandelt.

Sauerteig „wachsen lassen“:

Man verdoppelt die Teigmenge mit nochmal 1 Espressotasse Mehl und 1 Espressotasse lauwarmen Wasser und verrührt gut. Wieder beginnt dasselbe Spiel: Bläschen bilden sich und das Mehl wird vergoren, oder wie ich oft sage: (von den Bakterien) aufgegessen. Dann wird der Teig wieder verdoppelt und man muss wahrscheinlich das Glas wechseln. Ich achte darauf, dass niemals mehr als 2/3 des Glases von Teig befüllt sind. Wenn man gut 1 l Sauerteig hat (es sollten ca. 1,2 l sein), dann ist die Zeit gekommen zu backen.

So arbeite ich – es gibt viele andere Rezepte. Übrigens: man kann eine kleine Menge ganz einfach im Kühlschrank ruhen lassen oder man kann ihn in sehr dünner Schicht auf einem Tablett auch trocknen lassen, um ihn dann später wieder zum Leben zu erwecken.

Zum Trocknen nehme ich ein Tablett, “bespanne es” mit Frischhaltefolie (hilft hinterher beim Runtermachen – geht auch ohne, aber dann muss man mit dem Messer oder Löffen abkratzen), trage eine sehr dünne Schicht Sauerteig auf und lasse ihn an einem warmen Ort trocknen. Wenn er dann “knochentrocken” ist, wird er zerbröselt und in einem Glas aufbewahrt, um unter Freunden und Bekannten aufgeteilt zu werden.

Bitte immer nur Glas als Behälter und einen Holzlöffel zum Rühren verwenden. Ich selbst habe extra Gläser und Holzlöffel für den Sauerteig, die ich mit heißem Wasser und per Hand spüle. Mir ist wegen Spülmaschinentabs bereits der Teig kaputt gegangen.

Bevor ich nach Deutschland zurück gekommen bin hatte ich einen mehrere Jahre alten Sauerteig und einen uralten, den mir eine Freundin aus den USA geschickt hatte (ja, sie werden mit dem Alter besser). Mein jetziger ist gerade einmal ein paar Wochen alt … auf dass er uralt werde und sich fleißig vermehre 🙂

Erstveröffentlichung: 17.04.2014

Letzte Aktualisierung: 14.02.2018